Der Regierungsrat hat am 27. November 2025 Änderungen des kantonalen Richtplans an den Kantonsrat überwiesen, welche faktisch einen Verzicht auf den geplanten Standort im TägernauerHolz bedeuten.
Tägernau dürfte vom Tisch sein
Der Regierungsrat beantrage in der Revision des Richtplans zwar nur eine Rückstufung des Standorts Tägernauer Holz in die zweite Priorität und gleichzeitig eine Aufwertung des benachbarten Standorts Leerüti (Gossau/Egg) als Deponie, die für alle Abfallkategorien geeignet ist.
«Da aber der Standort Tägernauer Holz im Waldareal liegt und eine Rodungsbewilligung laut Bundesrecht nur erteilt werden darf, wenn keine gleichwertige Entsorgungsmöglichkeit ausserhalb des Waldes zu finden ist, dürfte das Projekt für eine Schlacke-Deponie im Tägernauer Holz endgültig vom Tisch sein.»
Zum einen, weil nun in nächster Zeit andere Ablagerungsmöglichkeiten für die aufbereitete Schlacke bereitgestellt werden, zum andern, weil längerfristig ein grosser Druck bestehe, die Schlacke nicht mehr in dieser Form zu deponieren.
«Der Kanton hat sich diesbezüglich hohe Ziele gesetzt und es muss nun alles daran gesetzt werden, dass die geplante Verwertung der Verbrennungsrückstände auch wirklich Fortschritte macht.» Denn mit jeder verwerteten Tonne sinke auch der Deponiebedarf, und die vorhandenen Ablagerungsmöglichkeiten stünden entsprechend länger zur Verfügung. «Dadurch verliert das Argument der kurzen Transportwege weiter an Gewichtung und der Kanton muss damit sein ganzes Gebiet unvoreingenommen darauf prüfen, wo die geringen Restmengen umweltverträglich deponiert werden können.»
Naturschutz zum Nulltarif
Ein Standort wie das Tägernauer Holz, der vollflächig im Wald liege, werde darum kaum mehr ernsthaft erwogen werden. «Und das ist gut so!»
Die IG DepoNIE Tägernauer Holz bleibe dabei: «Das Tägernauerholz unversehrt zu erhalten, ist Umweltschutz zum Nulltarif.»