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Bubikon
04.09.2022
04.09.2022 21:29 Uhr

Die Mitte Bubikon ist gegen Auflösung des Zweckverbands Kreisspital Rüti

Die Gemeinde Rüti ZH übernimmt das Spitalareal und die Immobilien, sofern alle beteiligten Gemeinden einverstanden sind. (Archivbild) Bild: Screenshot Google Street View
Die Mitte Bubikon-Wolfhausen hat an ihrer Parteiversammlung die beiden Vorlagen vom 25. September besprochen. Sie hat die Nein-Parole für die Auflösung des Zweckverbands Ehemaliges Kreisspital Rüti herausgegeben.

Die Mitte Bubikon-Wolfhausen habe an ihrer Parteiversammlung die kommunalen Vorlagen intensiv besprochen, teilt die Partei mit. Sie hat die Ja-Parole für die Statutenrevision des Sicherheitszweckverbands Bachtel (SZV) herausgegeben, spricht sich aber gegen die Auflösung des Zweckverbands Ehemaliges Kreisspital Rüti aus.

«Auflösung in keinem Verhältnis zu den Entwicklungsmöglichkeiten»

Nach Einschätzung der Partei sei die von Rüti in Aussicht gestellte Gesamtentschädigung in der Höhe von 14,3 Mio. Franken zu tief angesetzt. Die ZKB-Studie berücksichtige lediglich den Marktwert bei Fortführung, blende die Entwicklungsmöglichkeiten aber komplett aus. Der Marktwert bei Fortführung sei ein reiner Ertragswert, in welchem der Landwert, der viel höher sei, nicht berücksichtigt sei.

Das Areal biete der Gemeinde Rüti enorme Entwicklungsmöglichkeiten und damit zusammenhängend Wertsteigerungsmöglichkeiten in Zentrumslage, die mit dem Preis ungenügend abgegolten wären, so die Partei weiter.

Die Beteiligung der beteiligten Gemeinden während fünf Jahren bei einem allfälligen Mehrerlös erachtet die Partei als zu kurz. Auch ist die Mitte Bubikon-Wolfhausen der Meinung, dass die geplanten Investitionen vom Zweckverband selbst getragen werden könnten und diese für Bubikon kein finanzielles Risiko darstellten.

«Rüti profitiert übermässig»

Die Auflösung des Zweckverbandes erachtet Die Mitte als zu kurzfristig gedacht und stehe in keinem Verhältnis zu den zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten. Im Hinblick auf mögliche weitere künftige regionale Aufgaben solle Bubikon diesen Landanteil nicht "ohne Not" aufgeben.

Nach Ansicht der Ortspartei profitiere die Gemeinde Rüti bei der Auflösung des Zweckverbandes übermässig im Vergleich zu den anderen Verbandsgemeinden. Dass der Verteilschlüssel nicht willkürlich, sondern auf den allgemein definierten Beteiligungsverhältnissen gemäss Statuten des Zweckverbands beruht, darauf geht die Partei in ihrer Mitteilung nicht weiter ein.

Über die Abstimmung

Der Zweckverband Ehemaliges Kreisspital Rüti, der von den Gemeinden Bubikon, Dürnten, Hinwil, Hombrechtikon und Rüti getragen wird, dient heute ausschliesslich dem Erhalt der Liegenschaften des Spitalareals in Rüti. Nach Meinung der Gemeindevorstände aller Verbandsgemeinden soll er nun aufgelöst werden, weil es in absehbarer Zeit keine gemeinsamen Aufgaben gebe, welche die Gemeinden auf diesem Areal erfüllen könnten oder müssten. Gleichzeitig zeichnet sich ein grösserer Investitionsbedarf für die Erhaltung der teilweise denkmalgeschützten Gebäude ab.

Die Gemeinde Rüti hat Interesse daran, das ortsbildprägende Areal zu übernehmen und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu entwickeln. Gemäss dem Raumentwicklungskonzept der Gemeinde Rüti ist vorgesehen, die bestehenden öffentlichen bzw. gesundheitspolitischen Aufgaben weiterzuführen und zu ergänzen. Die vorhandene historische Bausubstanz ist in Übereinstimmung mit den denkmalpflegerischen Vorgaben zu erhalten.

Über die Auflösung des Zweckverbands stimmen die Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden Bubikon, Dürnten, Hinwil, Hombrechtikon und Rüti ZH am 25. September 2022 ab.

Zürioberland24