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30.08.2022
30.08.2022 11:19 Uhr

Zweckverband legt Kostenschätzung für ehemaliges Spital offen

Mit der Freigabe des Bewertungsberichts soll die Bevölkerung alle Einzelheiten selber nachvollziehen können. (Symbolbild) Bild: AdobeStock
Nachdem sich zwei R(G)PKs gegen die Vorlage zur Auflösung des Zweckverbands des ehemaligen Spitals Rüti ausgesprochen haben, legt der Zweckverband die detaillierte Kostenschätzung der ZKB offen. Damit wolle er Transparenz schaffen im Hinblick auf die Urnenabstimmung, so der Zweckverband.

Die Stimmberechtigten aller Verbandsgemeinden entscheiden über die Verbandsauflösung und den Verkauf am 25. September an einer Urnenabstimmung (Zürioberland24 berichtete). Sämtliche Verbandsgemeinden sowie die Mehrheit der RPKs sind für die Vorlage. Die RPK von Bubikon sowie die RGPK von Hombrechtikon stellen sich dagegen. Sie kritisieren u.a. die Verkehrswertschätzung der Zürcher Kantonalbank (ZKB), die mit 14,3 Mio. Franken zu tief angesetzt sei.

Nun hat der Zweckverband diesen Bewertungsbericht publiziert. «Mit der Freigabe des Bewertungsberichts soll die Bevölkerung alle Einzelheiten selber nachvollziehen können», schreibt der Zweckverband in seiner Mitteilung.

Bewertungsbericht zeigt auch wertmindernde Aspekte

Der rund 30-seitige Bewertungsbericht stammt von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Laut Anton Melliger, Präsident des Zweckverbands des ehemaligen Spitals Rüti, stellt der ZKB-Bewertungsbericht alle relevanten Aspekte des ehemaligen Spitalareals und der Liegenschaften differenziert dar. Dazu gehören auch Faktoren wie der Standort in einer öffentlichen Bauzone, ein grosser Sanierungsbedarf und mögliche Altlasten, die sich negativ auf den Gesamtwert auswirken, so Melliger.

Einigkeit bei allen beteiligten Gemeinderäten

Über den Verkaufspreis von 14,3 Millionen Franken sind sich die Zweckverbands-Delegierten und die Gemeinderäte aller Verbandsgemeinden einig.

Falls bei der Urnenabstimmung nicht alle Gemeinden der Auflösung des Zweckverbands zustimmen, bleibt der Zweckverband weiterbestehen. Die Statuten müssten revidiert werden, und allenfalls müssten weitere Lösungen gesucht werden, wie die Rechtsform der künftigen Trägerschaft aussehen soll.

Das neue Gemeindegesetz des Kantons Zürich verlangte eine Revision der Statuten bis Ende 2021. Diese Frist wurde für den Zweckverband ehemaliges Kreisspital Rüti von der kantonalen Direktion des Innern bis Ende 2022 aufgeschoben.

Zürioberland24