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Bubikon
28.03.2022
28.03.2022 18:28 Uhr

Seraina Billeter wird die jüngste Gemeinderätin der Schweiz

Seraina Billeter am Wahlapéro im Bubiker Gemeindehaus. Bild: ZürcherBote/SVP Bubikon
Bubikon hat gewählt und sich damit für Veränderungen entschieden. Neben Hans-Christian Angele (FDP) als neuer Gemeindepräsident und Reto Frey (GLP) als neues Gemeinderatsmitglied, kommt auch die 21-jährige Seraina Billeter (SVP) neu in den Gemeinderat. Die Bubikerin ist damit die jüngste Gemeinderätin in der Schweiz.

Zürioberland24: Gratulation Seraina Billeter, wie fühlt es sich an, die jüngste Gemeinderätin zu sein?

Seraina Billeter: Es fühlt sich noch ein bisschen surreal an. Ich hatte eigentlich nicht mit der Wahl gerechnet und brauche jetzt noch ein etwas Zeit, um das setzen zu lassen. Den Bescheid habe ich ja gestern gerade mal zehn Minuten vor dem Wahlapéro bekommen.

Sind Sie zufrieden mit der neuen Zusammensetzung des Gemeinderates?

Es freut mich, dass sich die Bubiker Bevölkerung für das Neue und einen Umbruch mit Hans-Christian Angele (FDP) entschieden hat. Die Abwahl von zwei bisherigen Gemeinderäten war wohl auch die Quittung für die letzten vier Jahre und den darauffolgenden Unmut der Bevölkerung.

Wichtig wird jetzt sein, dass die Neuen auch ihre Wahlversprechen einhalten und neue Inputs bringen können. Und natürlich freue ich mich auch für meine Partei, die nach vier Jahren erstmals wieder im Gemeinderat vertreten ist. In einigen anderen Gemeinden konnte die SVP leider keine Erfolge verzeichnen.

«Meine Wahl hat gezeigt: Es braucht die Jungen und es braucht die Frauen.»
Seraina Billeter, neu gewählte Gemeinderätin in Bubikon

Wie werden Sie sich einarbeiten und welches wäre Ihr Wunschressort?

Die Gemeinde wird die neuen Gemeinderäte einladen und über die anstehenden Aufgaben informieren. Wir werden zudem Kurse zur Vorbereitung auf das Amt absolvieren. Der Start ist dann am 1. Juli dieses Jahres.

Am liebsten würde ich natürlich das Ressort Hochbau übernehmen, weil das zu meiner Studienrichtung «Rechtswissenschaft – Bau- und Gemeinderecht» passt. Aber eben, die Neuen sind bei der Ressortverteilung nicht die Ersten, ich hoffe aber, dass man die Ämter nach den Fähigkeiten verteilen wird.

Sie sind die jüngste Gemeinderätin in der Schweiz, ist das eine Verpflichtung?

Auf jeden Fall, ich möchte selbstverständlich die Anliegen der jüngeren Bevölkerung vertreten und mich auch dafür einsetzen, dass man auch in Zukunft jüngere Kandidatinnen und Kandidaten mit realen Vorstellungen für den Gemeinderat findet.

Manchmal muss man sich etwas zutrauen, auch wenn viele sagen, als junge Frau habe man keine Chance. Meine Wahl hat jetzt etwas anderes gezeigt. Es braucht die Jungen und es braucht die Frauen.

Martina Gradmann