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Grüningen
28.11.2025
28.11.2025 11:05 Uhr

Stedtliumfahrung: Positive Rückmeldungen, aber auch Fragen

Zur Stedtli-Umfahrung gibt es noch einige offene Fragen, wie die Rückmeldungen gezeigt haben.
Zur Stedtli-Umfahrung gibt es noch einige offene Fragen, wie die Rückmeldungen gezeigt haben. Bild: Martina Gradmann
Die Rückmeldungen auf die öffentlich aufgelegte Planauflage zur Stedtli-Umfahrung sind laut der Gemeinde mehrheitlich positiv. Aber es gibt auch noch offene Fragen, vor allem zur Baustelle und zur Bauzeit.

«Die Rückmeldungen auf die Planauflage zur Stedtli-Umfahrung sind grundsätzlich positiv, es gibt sicherlich auch noch Punkte, die man verbessern kann», sagt Gemeindepräsident Carlo Wiedmer. Die offenen Fragen gehen jetzt an den Kanton zur Beantwortung, danach folgt der Antrag an den Regierungsrat. Befindet dieser ihn für gut, wird er an den Kantonsrat für den Baukredit überwiesen. Er werde alle Hebel in Bewegung setzen, dass es so weit komme, sagt Wiedmer.

Massive Einschränkungen

Der Baustart für die Umfahrung ist nach wie vor für 2029 vorgesehen, ob es dazu kommt, ist allerdings noch offen und abhängig von diversen Beschlüssen. Mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren wird die Baustelle massive Einschränkungen mit sich bringen, wobei nicht nur die Stedtli-Bewohnenden, sondern auch die Einwohnenden beim Haufland betroffen sein dürften.

Die Umfahrung soll im Tagebau gebaut werden, was viel Aushubmaterial bedeutet, das irgendwo gelagert werden muss. Zudem muss im Bauperimeter mit Nagelfluhfels gerechnet werden, was die Lärmemissionen zusätzlich erhöhen dürfte.



Lärm und Staub unvermeidbar

Schon jetzt wird die Tränkibachstrasse oft als Schleichweg benutzt, was zu einer höheren Verkehrsbelastung führt. Weil diese aber eine öffentliche Strasse sei, habe man hier nur beschränkte Möglichkeiten, sagt der Gemeindepräsident. «Während der Bauzeit müssen jedoch alle Zufahrten gewährleistet werden, Einschränkungen sowie Lärm und Staub werden sich nicht vermeiden lassen», so Wiedmer.

Auch Märkte tangiert

Weil die Umfahrung im Agglomerationsprogramm enthalten ist, könnte der Bund einen Teil an die Kosten leisten, was den Kanton erheblich entlasten würde, weiss Wiedmer. Erst gelte es jetzt, die nächsten Schritte abzuwarten und sich mit aller Kraft dafür einzusetzen. Erst dann könne man sich auch Gedanken machen, wie man während der Bauzeit die Märkte ausrichten kann. Das sei noch nicht definiert.

Die Umfahrung erfordert auch beim Dorfeingang Nordost umfassende bauliche Massnahmen. Bild: Kanton ZH

Bahnhöfli bleibt vorläufig

Seit dem 3. November 2025 hat Fabio Botta vom Restaurant Bahnhöfli mit dem Restaurant Ochsen in Uster einen zweiten Betrieb übernommen. «Ich habe zwanzig Jahre lang in Uster gelebt und erst jetzt hat sich diese Gelegenheit ergeben», sagt der Gastronom.

Sein Vertrag mit dem Kanton für das «Bahnhöfli» laufe noch bis 2027, er werde aber versuchen, diesen zu verlängern, so lange, wie es eben möglich sei. Das Engagement in Grüningen habe ihm immer grosse Freude gemacht, er schätze seine Kundschaft und wenn er nicht dort sei, vertrete ihn Silvano perfekt. Die beliebte Pizzeria in Grüningen soll weiterhin bestehen bleiben.

Korrigendum

In der letzten Grüninger Post stand fälschlicherweise, dass das Restaurant Bahnhöfli der Umfahrung weichen müsste. Abgerissen würde jedoch nur das Häuschen auf der gleichen Strassenseite (siehe Bild), gegenüber vom Bahnhöfli.

Das Häuschen müsste der Umfahrung weichen. Bild: mg
Martina Gradmann
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