Das sogenannte Januarloch ist für viele Menschen in der Schweiz Realität. Laut einer repräsentativen Befragung von Comparis erleben 33 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Januar eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation im Vergleich zu anderen Monaten. Besonders betroffen sind junge Erwachsene und Familien.
«Ende Jahr flattern etliche Rechnungen ins Haus, die beglichen werden müssen, hinzu kommen Ausgaben für die Feiertage. Das eigene Portemonnaie wird schmäler, und die persönlichen Finanzen rücken stärker in den Fokus – ebenso die guten Vorsätze», sagt Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn.
Junge Erwachsene und Familien stärker betroffen
Überdurchschnittlich häufig trifft das Januarloch junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren: 35 Prozent von ihnen geben an, im Januar finanziell schlechter dazustehen. Bei den über 56-Jährigen sind es hingegen 26 Prozent. Auch Familien mit Kindern sind besonders betroffen. In Haushalten mit Kindern berichten 39 Prozent von einer Verschlechterung der Finanzlage, gegenüber 30 Prozent in kinderlosen Haushalten.
Unterschiede zeigen sich auch beim Bildungs- und Einkommensniveau. Personen mit niedriger oder mittlerer Bildung spüren das Januarloch zu 37 Prozent, bei Personen mit hoher Bildung sind es 27 Prozent. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen bis 4’000 Franken geben 43 Prozent eine Verschlechterung an, bei Einkommen über 8’000 Franken lediglich 26 Prozent.