Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Neujahrsnacht gerät auch die Sicherheit von Bars, Clubs und Restaurants in anderen Kantonen in den Fokus. Ob die Kontrollen in Crans-Montana wie vorgeschrieben stattgefunden haben, und was dabei herausgekommen ist, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung.
Die Kontrollen in der Stadt Zürich sowie im ganzen Kanton seien jedenfalls streng, sagten mehrere Branchenvertreter gegenüber Medien in den vergangenen Tagen. Gastro-Unternehmer Michel Péclard etwa sprach gegenüber dem "Blick" von "extremen feuerpolizeilichen Kontrollen".
Die grösste Feuerpolizei im Kanton Zürich ist diejenige der Stadt Zürich, wo sich auch die meisten Bars und Clubs im Kanton befinden. 2024 etwa führte die städtische Feuerpolizei gemäss Zahlen der Stadt insgesamt über 600 Gebäudekontrollen sowie mehr als 1000 Schlussabnahmen von Neu- und Umbauten durch.
Vollzug ist Sache der Kantone
Die eigentlichen Brandschutz-Vorschriften sind in der Schweiz zwar einheitlich. Weil der Vollzug jedoch in die Zuständigkeit der Kantone fällt, gibt es in diesem Bereich Unterschiede.
Sowohl im Kanton Wallis als auch im Kanton Zürich sind für feuerpolizeiliche Kontrollen grundsätzlich die Gemeinden zuständig. Anders als im Kanton Wallis gibt es in Zürich jedoch eine obligatorische Gebäudeversicherung und eine kantonale Gebäudeversicherung.
Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) dient auch als zentrale Schaltstelle für den Brandschutz. Sie überwacht und unterstützt die kommunalen Behörden in diesem Bereich. Zudem legt sie fest, was und wie genau kontrolliert werden soll. Grössere Gebäude, die als Theater, Disco oder ähnliches genutzt werden, und in denen sich mehr als 300 Personen aufhalten können, kontrolliert sie selber im 2-Jahres-Turnus. Kleinere Lokale werden alle vier Jahre überprüft.