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Grüningen
28.11.2025
28.11.2025 11:26 Uhr

Miteinander im Gespräch bleiben

 Claudia Gfeller von der Kantonspolizei Zürich (r.) stellte an einem runden Tisch den Drogenkoffer vor. Begleitend waren die Fachspezialistinnen der Präventionsstellen im Zürcher Oberland Sonja Kessler (li.) und Jana Frei (2. v.l.) sowie  Gemeinderat Sascha-Max Steinegger vor Ort.
Claudia Gfeller von der Kantonspolizei Zürich (r.) stellte an einem runden Tisch den Drogenkoffer vor. Begleitend waren die Fachspezialistinnen der Präventionsstellen im Zürcher Oberland Sonja Kessler (li.) und Jana Frei (2. v.l.) sowie Gemeinderat Sascha-Max Steinegger vor Ort. Bild: zvg
Seit sechs Jahren ist in Grüningen der «Runde Tisch Prävention» etabliert. An zwei Vernetzungstreffen pro Jahr diskutieren Vertretende von Vereinen, Institutionen und der Gemeinde über verschiedene Aspekte der Prävention im Dorf.

«Es ist immer wieder gut, zu hören, dass wir in Grüningen wenig Probleme kennen mit Sucht- und Gewaltthemen», erklärt Sascha-Max Steinegger, Ressortleiter Gesellschaft im Gemeinderat und einer der Mitinitianten des «Runden Tischs». Am Ende jedes Treffens wird reihum abgefragt bei Vertretern der Kirchen, der Vereine und der Schule, wo man hinschauen muss oder wo Anzeichen sind für Sucht oder Gewalt im Grüninger Raum.

So zeigen sich Problemfelder rasch und können mit den anwesenden Fachpersonen der Fachstellen Sucht- und Gewaltprävention und der Jugendintervention der Kantonspolizei gespiegelt und diskutiert werden.

Verständnis schaffen

Prävention geniesst beim Gemeinderat Sascha-Max Steinegger einen hohen Stellenwert und zeigt sich in der Aufklärung, im Hinschauen und Verständnis-Schaffen. «Der ‹Runde Tisch› hat unser aller Verständnis für Prävention geschärft. Als Gemeinde können wir dazu beitragen, uns zu vernetzen, die Anlaufstellen bekannt zu machen, bei denen wir als Gemeinde mit Beiträgen die Arbeit finanzieren», sagt der Gemeinderat.

Über die Jahre hinweg ist das Interesse am «Runden Tisch» geblieben und die Mitglieder schätzen den einfachen Austausch an diesem Abend. «Bewusst schliesst der Abend mit einem Apéro, an dem sehr engagiert weiterdiskutiert wird oder man sich kurzschliessen oder sich austauschen kann über etwas, das einen beschäftigt.»

Breit gefächert

Mitinitiantin Susanne Gutknecht, Ressortleiterin Gesundheit im Gemeinderat, hat über die Jahre die Erkenntnis gewonnen, wie wichtig Prävention ist und wie breit gefächert sich das Thema präsentiert. «Ich lerne an jedem ‹Runden Tisch› wieder Neues und hole mir Informationen, die für ein Leben in der Gemeinschaft ungemein wichtig sind.»

Sucht- und Gewaltthemen machen auch vor Vereinen nicht halt oder sind im Schulalltag spürbar, ob das nun unter Jugendlichen oder im Elternhaus vorkomme und in den öffentlichen Raum getragen werde. Wie wichtig die Wissensvermittlung ist und das Gespür, was noch tolerierbar ist und was weit darüber hinausgeht, habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt. «Darum ist auch die Nachhaltigkeit dieses ‹Runden Tischs› sehr wünschenswert und eine wirklich tolle Sache», lobt Gutknecht.

Grosse Fachkompetenz

Die Fachkompetenz der involvierten Stellen, wie der Fachstellen Sucht- und Gewaltprävention, der Kantonspolizei und des Grüninger Arztes Andreas Villiger, ist das Sahnehäubchen obendrauf. «Wäre es ein reines Austauschgefäss, wäre es zu wenig, um über einen längeren Zeitraum bestand zu haben», sind sich die beiden Gemeinderäte einig.

«Bei jedem ‹Runden Tisch› wird zuerst durch ein Fachreferat der Einstieg in ein Thema gelegt. Beispielsweise gab Sonja Kessler, Fachspezialistin bei der Suchtprävention Zürcher Oberland, im Frühling einen Input über Computerspielstörung und wie sich eine Spielsucht auswirken kann», erklärt Susanne Gutknecht. «Anhand dieses Inputs wird das Thema anschliessend in Gruppen diskutiert und weiter gespiegelt – auch auf die Relevanz für Grüningen hin», führt Sascha-Max Steinegger aus. Dabei bringen sich die einzelnen Akteure mit ein.

Ein Ziel der Fachstelle Suchtprävention Zürcher Oberland, die das Projekt 2019 angestossen hatte, ist die Multiplikation des Wissens um Prävention und deren Möglichkeiten. «Durch die Vielschichtigkeit von Referat, Gruppenarbeit und Austauschrunde am Ende holen wir mit Sicherheit ein Maximum heraus für alle Teilnehmenden», ist Sascha-Max Steinegger überzeugt.

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