Die Versorgungsplanung gewinnt immer mehr an Gewicht im Hinblick auf die Herausforderungen in den nächsten Jahren. Die Gemeinde ist in der Pflicht, die Versorgung sicherzustellen und für ihre Bevölkerung eine bedarfsgerechte ambulante und stationäre Pflegeversorgung anzubieten. Einige Parameter in der Langzeitpflege haben sich in den letzten zehn Jahren stark verändert, wie die höhere Lebenserwartung, die Pflegefinanzierung oder die Anbieter von Pflegeeinrichtungen.
«Diese Veränderungen und die momentane Dynamik im Gesundheitsumfeld zwingen uns dazu, uns vertiefter damit zu befassen», sagt Gesundheitsvorsteherin Susanne Gutknecht. «Dass wir eine gut funktionierende Spitex haben und mit der Alterssiedlung, den Wohnungen und der Pflegewohnung im SEWO bereits einiges anbieten können, reicht auf die Dauer nicht aus», sagt Gutknecht. Auch aus dem Projekt «Lokal vernetzt älter werden» gab es einige Hinweise aus der Bevölkerung zur Altersversorgung.
Bedarf abschätzen
Daher haben sich die Spitex Grüningen und die Gemeinde Grüningen für eine Standortbestimmung entschieden. Diese besteht darin, den Status quo zu analysieren und einzuordnen, die Bedarfsentwicklung für die Altersversorgung in Grüningen abzuschätzen und daraus zukünftige Entwicklungsfelder abzuleiten und zu gewichten. «Wir benötigen für die kommenden Herausforderungen ein klares Bild, wo wir stehen und was uns erwartet. Nur dann können wir steuernd eingreifen und versuchen, die hohen Kosten der Pflege- und Restfinanzierung zu dämpfen», erklärt die Ressortvorsteherin.
Die Standortbestimmung zeigt mögliche Szenarien auf und weist auf Handlungsfelder hin, bei denen Grüningen in Zukunft achtsam sein muss. «Anhand des Berichts haben wir nun ein besseres Bild – durch Zahlen hinterlegt – und können vertieft die einzelnen Entwicklungsfelder prüfen.»