Home Region Sport Magazin Schweiz/Ausland Agenda
Leserbrief
Rüti ZH
17.11.2025

Medizinische Versorgung steht im Zentrum

(Archivbild)
(Archivbild) Bild: Keystone/CHRISTIAN BEUTLER
Die alt Gemeinderätinnen Esther Kaufeld und Carmen Müller Fehlmann aus Rüti ZH äussern sich in einem Leserbrief zur Kapitalerhöhung der GZO AG.

Das GZO Spital Wetzikon stellt die allgemeine ärztliche Versorgung und Notfallversorgung sicher. Hausärztinnen und Hausärzte sehen deshalb die GZO als wichtiges Regionalspital. 130'000 Patientinnen und Patienten behandelt das GZO jährlich. Die Bevölkerung in unserer Region wächst, die Lebenserwartung steigt und zudem ist das Wachstum hausärztliche Praxen begrenzt. Damit steigt auch das Patientenaufkommen. Dass diese Patientinnen und Patienten auf andere Spitäler umverteilt werden können, scheint uns sehr fraglich, da die umliegenden Spitäler gar nicht in der Lage sind, die Patientenströme aufzufangen. Uns ist kein Konzept für die Übernahme dieser Patientinnen und Patienten bekannt. Es müssten wohl Erweiterungsbauten an anderen Standorten erstellt werden. Dies ist kurz- und mittelfristig nicht realistisch – auch nicht sinnvoll angesichts der bestehenden Infrastruktur in Wetzikon.

Das Spital Wetzikon ist wichtig. Aufgrund der der aktuellen Fallzahlen steht es an dritter Stelle, hinter Schlieren und Bülach. Es beweist gegenwärtig, dass seine Existenz medizinisch und finanziell gerechtfertigt ist und arbeitet rentabel.

Der Gemeinderat von Rüti stellt das Finanzielle über die Gesundheitsversorgung. So ist ihm die Sanierung von knapp 1 km Dorfstrasse (Projekt Erneuerung Breitenhofstrasse) für 9,6 Mio. wichtiger als der solidarische Beitrag von 6.7 Mio. zur Sanierung des Spitals Wetzikon.

Fazit: Das GZO Wetzikon ist und bleibt eine zentrale Stütze für Notfälle, stationäre und ambulante Behandlungen und verdient die finanzielle Unterstützung. Dieser Ansicht sind offensichtlich auch die Gemeinderäte der Aktionärsgemeinden der GZO, die eine Kapitalerhöhung zugunsten unseres Spitals befürworten. Dass Rüti und Bubikon diese nicht unterstützen, ist für uns unverständlich.

Esther Kaufeld und Carmen Müller Fehlmann, alt Gemeinderätinnen von Rüti ZH
Demnächst