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Bubikon
11.03.2022
11.03.2022 16:49 Uhr

Kreisel soll Quartierstrasse entlasten

So soll der Kreisel in Bubikon aussehen: Mit Direktanbindung an die Höslistrasse und ausgebauter Tafletenstrasse.
So soll der Kreisel in Bubikon aussehen: Mit Direktanbindung an die Höslistrasse und ausgebauter Tafletenstrasse. Bild: Screenshot Live-Stream
Das Tiefbauamt des Kantons Zürich hat per Videokonferenz über den geplanten Kreiselbau in Bubikon informiert. Dieser soll vor allem eine Entflechtung vom Industrie- und Quartierverkehr ermöglichen und die Höslistrasse entlasten.

An der Online-Informationsveranstaltung waren neben Gemeinderat Martin Kurt auch der Projektleiter des Kantons, Markus Allenspach, sowie sein Kollege Dario Bossi, vor Ort. Der Gemeinderat Hans-Christian Angele war per Zoom zugeschaltet. Thomas Maag, stv. Leiter Kommunikation der Baudirektion des Kantons Zürichs, moderierte die Veranstaltung.

Höslistrasse im Fokus

Heute müssen die Lastwagen der Grimm & Schmid AG über die Quartierstrasse Höslistrasse und Sennweidstrasse fahren, um auf die Kreuz- oder Dürntnerstrasse zu gelangen. Das birge Konflikte, sagt Martin Kurt.

Mit dem Kreisel wolle man diese Konflikte aufheben und für eine Entflechtung vom Quartier- und Industrieverkehr sorgen. Mit dem geplanten Projekt würde dieser Verkehr direkt über den Kreisel in die Dürntnerstrasse geleitet und somit die Höslistrasse entlastet.

Von Seiten Kanton besteht vor allem ein Bedürfnis zur Sanierung der Dürntnerstrasse, die notwendig sei. Wie umfassend die Strassensanierung sein werde, wisse man derzeit noch nicht.

Heutige Situation: De Industrieverkehr von Grimm + Schmid muss über die Höslistrasse fahren. Bild: Screenshot Live-Stream

Kreisel seit 2016 in den Köpfen

Die Problematik vom Quartier- und Industrieverkehr in diesem Umfeld ist bereits länger ein Thema in der Gemeinde. Schon 2016 stiess die Gemeinde das Thema an und beantragte an der Gemeindeversammlung im Sommer 2017 einen Kredit für eine Studie diesbezüglich. Der Kredit wurde damals angenommen.

Daraufhin hat die Gemeinde den Kontakt mit dem Kanton gesucht. Das nun vorgestellte Projekt ist das Ergebnis dieser Anfrage und Zusammenarbeit.

Kreisel per Luftaufnahme simuliert

Anhand einer Video-Flugsimulation wurde aufgezeigt, wie die Situation vor Ort heute aussieht und wie der geplante Kreisel von 28 Metern Durchmesser aussehen soll.

Der geplante Kreisel in Bubikon betrifft mehrere Strassenabschnitte: Die Dürntner-, Hösli- Rosengarten- und die Tafletenstrasse. Im Wesentlichen soll der Industrieverkehr von Grimm & Schmid AG direkt in die Dürntnerstrasse geführt und so die Höslistrasse entlastet werden können.

Trottoir und Fussgänger-Inseln für mehr Sicherheit

Gleichzeitig mit dem Kreisel soll im Zusammenhang mit der Anbindung der Höslistrasse an den Kreisel auch die Tafletenstrasse ausgebaut und dann im Einbahnverkehr geführt werden. Die Rosengartenstrasse soll zudem so an den Kreisel angebunden werden, dass möglichst nicht in den Wändhüslenbach bzw. den Gewässerraum eingegriffen werden muss.

Die beiden Bushaltestellen an der Dürntnerstrasse sollen hindernisfrei gebaut werden. Nebst dem Kreisel sollen auch mehrere Fussgängerinseln gebaut werden.

Ausserdem soll entlang der Dürntnerstrasse ein rechtsgeführtes Trottoir entstehen, welches in die Höslistrasse einbiegt und direkt über den Tafletenweg in Richtung Bahnhof führt.

In einer zweiten Bauphase soll bei der Kreuzung Dürntner-/Kreuzstrasse ebenfalls eine Fussgängerüberführung entstehen. Bild: Screenshot Live-Stream

Kosten werden hälftig getragen

Die Kosten, die gemäss aktuellem Stand 2,7 Mio. Franken betragen, sollen je hälftig von Kanton und der Gemeinde Bubikon getragen werden. In dem Betrag seien Landerwerbskosten noch nicht enthalten. Auch allfällige Kosten für die Erneuerung der Werkleitungen sei in diesem Betrag nicht enthalten.

Inbetriebnahme Ende 2025

Ab dem 1. April liegt das Projekt auf der Gemeinde Bubikon und online auf. Mit den verschiedenen Projektschritten rechnet man mit einem Baustart im Frühjahr 2024 und einer Inbetriebnahme Ende 2025.

Sorgen um Schleichverkehr

Einige Zuschauer stellten via Chat direkt Fragen an die Teilnehmenden. Eine Frage war, ob Tempo 30 auf der Höslistrasse beibehalten werden, was die Projektleitenden bestätigten. Eine Person stellte die Frage, ob der Schleichverkehr zwischen Höslistrasse und Dürntnerstrasse dadurch nicht zunehme. Auch davon geht man gemäss Studien nicht aus.

Ob ein Rechtsabbiege-Verbot von der Sennweidstrasse in die Höslistrasse geplant sei, wollte eine andere Person wissen. Da man nicht von einem Mehrverkehr ausgeht, sei dies nicht geplant. Wenn das aber so käme, würde man dies entsprechend mit der Kantonspolizei anschauen.

Brennpunkt Kreuzung Dürntner-/Grüningerstrasse

Ein Online-Zuschauer wollte auch wissen, wann der "absolut notwendige" Kreisel bei der Kreuzung Dürntner-/Grüningerstrasse gebaut werde. Hier blieb Allenspach vage. Die Stelle sei als Unfallschwerpunkt erfasst und auch bekannt. Aber ob es da einen Kreisel geben werde oder ein Lichtsignal, sei noch völlig offen. Bis es dort Änderungen gibt, dürften fünf bis sieben Jahre vergehen.

Das ganze Video inklusive Zuschauerfragen kannst du hier nachschauen:

Zürioberland24
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