Home Region Sport Magazin Schweiz/Ausland Agenda
Bubikon
10.01.2022

Jugendliche meistern Krise konstruktiv

Die Angebote der Jugendarbeit Bubikon werden gut besucht. (Symbolbild)
Die Angebote der Jugendarbeit Bubikon werden gut besucht. (Symbolbild) Bild: Barbara Tudor
Während die Medien schweizweit darüber berichten, dass es Jugendlichen in der Pandemie zunehmend schlecht geht, zeichnet die Jugendarbeit Bubikon ein anderes Bild. Ihre Angebote werden rege genutzt und die Stimmung ist gut.

Nachdem die Offene Jugendarbeit den Sommer über fast im Normalbetrieb arbeiten konnte, gelten inzwischen wieder strengere Massnahmen – auch in Bubikon. Im Jugi und für die Offene Halle gilt Zertifikatspflicht und für Kinder ab der 4. Klasse Maskenpflicht. «Sie tragen die Maske mit routinierter Fassung und sind froh, dass sie sich weiterhin mit Gleichaltrigen treffen können», erklärt Jugendarbeiterin Jasmin Schweizer.

Die Angebote der Jugendarbeit seien nach wie vor gut besucht. Besonders beliebt sei aktuell die Offene Halle. Einmal monatlich treffen sich Jugendliche in der Turnhalle Spycherwise, um Fussball, Basketball oder Alle gegen Alle zu spielen. Manchmal freuen sie sich auch einfach, an einem wettergeschützten Ort Zeit zum Plaudern zu haben.

Gemeinsam spielen

Ebenso gerne genutzt würden die Spielboxen, mit denen die beiden Jugendarbeitenden Jasmin Schweizer und Filipe Frangao in Schulwochen bei trockenem Wetter freitags auf dem Teerplatz neben der Turnhalle zum Spielen einladen. Rund zwanzig Kinder und Jugendliche nehmen das
Angebot jeweils an, wie die Gemeinde mitteilt.

Zusammen mit den Jugendarbeitenden vergnügen sie sich bei Fussball, Frisbee oder Rugby, jonglieren mit Diabolo, probieren Skateboards oder Gruppenski aus und malen mit Kreide.

Bauwagen als Jugendtreff

Seit Anfang Dezember steht an der Ortsausfahrt Wolfhausen zudem ein Bauwagen, den eine Gruppe Jugendlicher als Treffpunkt nutzt. Strom für Licht und Wärme haben sich die Jugendlichen selbst bei der benachbarten Gärtnerei erbeten. Sie nutzen den Wagen selbstverantwortlich, werden dabei aber von der Jugendarbeit teilbegleitet, so die Mitteilung. «Wir besuchen sie hin und wieder im Wagen und sind im Fall, dass sie Unterstützung brauchen, ihre Ansprechpersonen», erklärt Jasmin Schweizer.

Unauffällige Jugendliche

Während die Medien vom Zustand der Jugendlichen in der Pandemie ein düsteres Bild zeichnen, präsentiere sich die Stimmung in Bubikon anders: Die Jugendarbeitenden beobachteten hier keinen Anstieg von psychischen Problemen. Auch sonst seien die meisten Jugendlichen, die die Jugendarbeit im öffentlichen Raum antreffe, in keiner Weise auffällig und wrden eher einen angepassten Eindruck machen.

Vereinzelt treffen Jugendarbeitende Gruppierungen an, die Alkohol konsumieren. Doch der Konsum bewege sich in einem Rahmen, der für das Alter als normales Ausprobieren bewertet werden könne.

Zürioberland24
Demnächst