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Seegräben
02.10.2021

Seegräben will Entschädigungsverordnung anpassen

Für alle Behörden sollen insgesamt rund 1/3 mehr Entschädigungen zur Verfügung stehen (Symbolbild). Bild: uzwil24.ch
Nach über zehn Jahren seit der letzten Revision, schlägt der Gemeinderat eine Anpassung der Entschädigungsverordnung vor.

Wie der Gemeinderat mitteilt, will er mit der Erhöhung dazu beitragen, dass die Behördenämter in der Konkurrenz zu anderen Engagements attraktiv bleiben. Die Sätze sind zuletzt 2009 angepasst worden, so die Gemeinde weiter.

Die Überarbeitung der Entschädigungsverordnung sei auch nötig, um diese mit der neuen Gemeindeordnung in Einklang zu bringen, welche ab dem 1. Januar 2022 in Kraft tritt. Mit der Annahme der neuen Gemeindeordnung im März 2021 verändern sich Organisation und Verantwortungsbereiche. So werden künftig die Aufgaben der Bürgerrechtskommission und der Sozialbehörde durch Ausschüsse des Gemeinderats erledigt. Damit sich auch in Zukunft geeignete Personen für die anspruchsvollen Behördenämter zur Verfügung stellen und das Milizsystem erhalten bleiben könne, sei es notwendig, die Entschädigungen von Zeit zu Zeit anzupassen.

Grundlegender Systemwechsel

Der Gemeinderat schlägt einen grundlegenden Systemwechsel vor: Von der bisherigen Grundpauschale mit zusätzlichen Sitzungsgeldern hin zu einer Pauschalentschädigung. Dabei sollen für alle Behörden insgesamt rund 1/3 mehr Entschädigungen zur Verfügung stehen, wobei zu berücksichtigen sei, dass die Beiträge in Seegräben im Vergleich zu anderen Gemeinden traditionell tief waren. Der Gemeinderat, als Teil dieser Behörden, sei sich bewusst, dass die Erhöhung der Beiträge ein sensibles Thema ist. Der Gemeinderat sei aber davon überzeugt, dass er mit der revidierten Entschädigungsverordnung und den neuen Ansätzen die Attraktivität für Behördenämter in Seegräben langfristig erhalten könne. Die Ansätze würden so, trotz einer teilweise nicht unerheblichen Anpassung, moderat ausfallen.

Entschädigung und keine Lohnzahlung

Die Auszahlungen hätten weiterhin den Charakter von Entschädigungen und kämen nicht einer Lohnzahlung gleich. Die bei den Behörden und Parteien durchgeführte Vernehmlassung habe denn denn auch eine breite Unterstützung des Vorschlages gezeigt. Anlässlich der Gemeindeversammlung im Dezember werden die Stimmberechtigen die Gelegenheit haben, über die Verordnung abzustimmen.

zo24