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Wetzikon
09.01.2026

Netzwerken, Nachfolge, Zukunft

Voller Saal im Pfarreizentrum Heilig Geist beim traditionellen Unternehmerapéro.
Voller Saal im Pfarreizentrum Heilig Geist beim traditionellen Unternehmerapéro. Bild: Thomas Hulliger
Mit einem gut besuchten Unternehmer-Apéro ist die Stadt Wetzikon am Donnerstagabend, 8. Januar 2026, schwungvoll ins neue Jahr gestartet. Rund 135 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der nahezu komplette Stadtrat trafen sich im Pfarreizentrum Heilig Geist, um sich über aktuelle städtische Projekte, unternehmerische Nachfolge und den Fachkräftemangel auszutauschen.

Ab 17 Uhr füllte sich das Pfarreizentrum Heilig Geist an der Langfurrenstrasse mit Gesprächen und Handschlägen zum neuen Jahr. Der traditionelle Unternehmerapéro der Stadt Wetzikon hat sich längst als wichtiger Treffpunkt zwischen Wirtschaft und Politik etabliert. Entsprechend gross war das Interesse: 135 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung, darunter fast der gesamte Stadtrat.

Wetzikon weiterentwickeln

Stadtpräsident Pascal Bassu eröffnete den Anlass. In seiner Begrüssung spannte er den Bogen über ein intensives Jahr für die Stadt. Wetzikon sei gleichzeitig mit grossen strategischen Projekten und operativen Herausforderungen konfrontiert gewesen. Besonders hob Bassu die laufenden Arbeiten an der Gemeindeordnung, den Masterplan für die Stadtentwicklung, insbesondere rund um den Bahnhof, sowie verschiedene Dialogformate mit der Bevölkerung hervor. Ziel sei es, Wetzikon als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Begegnungsraum weiterzuentwickeln.

Grosse Investitionen

Auch grosse Investitionen prägten die Ausführungen: Schulbauten, Generationenprojekte, der Ausbau der Fernwärme sowie die geplante Sanierung und Weiterentwicklung der Infrastruktur. Positiv fiel der Blick auf das Budget 2026 aus, das trotz struktureller Zwänge spürbare Einsparungen ermögliche.

Ein zentrales Thema blieb zudem die Zukunft des regionalen Spitals Wetzikon, das mit klarer Unterstützung aus der Bevölkerung in einen Verbund eingebettet werden soll. Bassu betonte dabei die Bedeutung von Arbeitsplätzen, Ausbildungsplätzen und einer starken Gesundheitsversorgung im Zürcher Oberland. Gleichzeitig unterstrich er den Anspruch der Stadt, Unternehmerinnen und Unternehmer aktiv zu unterstützen, sei es durch Vernetzung, Beratung oder moderne Verwaltungsprozesse.

Einblick in familieninterne Nachfolge

Im zweiten Teil des Abends rückten unternehmerische Praxisfragen in den Fokus. Fabienne Schaub, Geschäftsführerin, und Vater Theo Schaub, Verwaltungsratspräsident der Schaub Maler AG, gaben in einem lebendigen Dialog Einblick in ihre familieninterne Nachfolge.

Offen schilderten Vater und Tochter, warum frühzeitige Planung entscheidend ist, wie klare Strukturen geschaffen werden können und weshalb externe Begleitung im Verwaltungsrat ein Schlüssel zum Erfolg war. Die Stabübergabe sei kein einmaliger Akt, sondern ein jahrelanger Prozess, der Vertrauen, Ausbildung und konsequente Kommunikation erfordere.

Zentrale Ressource: gut ausgebildete Mitarbeitende

Eng verknüpft damit war das Thema Fachkräftemangel im Handwerk. Die Referierenden machten deutlich, dass gut ausgebildete Mitarbeitende zur zentralen Ressource geworden sind. Wer bereit sei, Zeit, Geld und Engagement in Ausbildung zu investieren, werde langfristig belohnt. Das Handwerk, so das Fazit, biete sichere Perspektiven und lasse sich auch durch neue Technologien nicht ersetzen, insbesondere bei Renovationen und individuellen Arbeiten vor Ort.

Kurz vor 18.30 Uhr endeten die Referate, bevor der Abend bei einem Apéro riche in angeregten Gesprächen ausklang. Der Unternehmerapéro 2026 zeigte eindrücklich, wie wichtig der Austausch zwischen Stadt und Wirtschaft ist – und dass Wetzikon wie auch Unternehmer und Unternehmerinnen bereit sind, die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam anzupacken.

Thomas Hulliger
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