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Bubikon
15.09.2022
15.09.2022 18:00 Uhr

Alphabetisch durch ein Leben in den Medien

Mit Witz und Tempo führte Beni Thurnheer durch sein Leben in den Medien. Bild: Martina Gradmann
Über 80 Seniorinnen und Senioren lauschten dem Sportreporter und Fernsehmoderator Beni Thurnheer am Seniorennachmittag in Wolfhausen. Organisiert hatte den Anlass der Frauenverein Bubikon-Wolfhausen.

Die Freude unter den über 80 Teilnehmenden am Seniorennachmittag im Geissbergsaal in Wolfhausen war gross, als der bekannte Sport- und Fernsehmoderator Beni Thurnheer auf die Bühne trat. «Ein Leben in den Medien» wurde der Vortrag vom Frauenverein Bubikon-Wolfhausen angekündigt, welcher den Anlass organisiert hatte.

Fast ohne Punkt und Komma

«Benni National» oder auch «Schnurri der Nation» genannt, machte seinem Namen alle Ehre und erzählte fast ohne Punkt und Komma, dem Alphabet folgend, Anekdoten aus seinem Leben. Unter A wie analog erklärte er beispielsweise die grosse technische Entwicklung des Fernsehens vom analogen zum digitalen Medium.

Für Lacher sorgte er bei F wie Fernbedienung, die er als seine grösste Feindin bezeichnete. «Früher musste man aufstehen und einen Knopf drehen, um das Programm zu wechseln, heute kann man einfach zappen.»

Auch zu J wie Hans Jucker oder N wie Nagel im Kopf erzählte er lustige Begebenheiten, die er mit Prominenten wie David Hasselhoff oder Heiko Grimm erlebt hatte. Bei O wie Olympische Spiele wurde er fast ein wenig nostalgisch: «Das ist das Grösste, was einem Sportreporter passieren kann.»

  • Beni Thurnheer liest Passagen aus seinem Buch «Hauptsache es flimmert» Bild: Martina Gradmann
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  • Über 100 Anwesende lauschten dem bekannten Sport- und Unterhaltungsmoderator. Bild: Martina Gradmann
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  • Grit Kundert, Präsidentin des Frauenvereins Bubikon-Wolfhausen, übergibt Gutscheine und Bastelbogen vom Ritterhaus. Bild: Martina Gradmann
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«Danke, dass Sie nicht gezappt haben»

Immer wieder flocht Beni Thurnheer Erzählungen aus seiner Moderatoren-Tätigkeit bei «Tell-Star» oder «Benissimo» mit ein und las Passagen aus seinem Buch «Hauptsache es flimmert» vor. Er erwähnte auch, dass er sich unglaublich freue, dass er nach zehn Jahren Pause jetzt noch einmal eine Sendung «Benissimo» machen dürfe, obwohl solche Eigenproduktion für das Fernsehen meist teurer seien, als eingekaufte Formate.

Unter P wie Pseudolive erklärte er den Anwesenden, dass heute auch vermeintliche Live-Sendungen meist aufgezeichnet seien und was das für ihn als «Benissimo»-Moderator bei Anrufen bedeute. Während viele mit Begriffen wie S wie Sättigung oder T wie Teleprompter nichts anfangen konnten, konnten sich die meisten noch gut an XY wie Aktenzeichen XY ungelöst erinnern.

Das rasante Tempo, mit dem der Moderator alphabetisch durch sein Leben ging, war einer Seniorin dann doch zu schnell. «Wie war das jetzt nochmal, ist 'Einer gegen 100' nicht live?»

Bei Z bedankte sich der Referent dann beim Publikum: «Danke, dass Sie nicht gezappt haben.» Thurnheer wurde von Grit Kundert, Ressortleiterin Seniorennachmittage des Frauenvereins Bubikon-Wolfhausen, mit Bastelbogen und Gutschein vom Ritterhaus Bubikon verdankt.

Martina Gradmann