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Grüningen
26.06.2022
26.06.2022 21:47 Uhr

Grüninger Waldkirsche erwacht zu neuem Leben

Aus der Grüninger Waldkirsche ist unter anderem dieses Rollladenmöbel von Norbert Lohrer entstanden. Bild: SlowWood/Norbert Lohrer/Daniel Blake Fotografie
Das Netzwerk «SlowWood» wollte einen Baum «from root to leaf» verarbeiten analog zu dem bekannten Gastro-Konzept «from nose to tail». In der Ausstellung «Slowwood» in der Schweizer Baumuster-Centrale in Zürich ist eine alte Grüninger Waldkirsche zu sehen – neu auferstanden in mehr als 30 Kunstwerken.

Die 23 Meter hohe und rund 80 Jahre alte Waldkirsche aus dem Staatswald in Grüningen begann innen zu faulen und musste gefällt werden. Daraufhin startete das Netzwerk «SlowWood» einen Aufruf: Man durfte ein Stück des Baumes wählen und daraus ein Objekt für die gemeinsame Ausstellung fabrizieren. Das war 2018. Heute lebt der altehrwürdige Baum in über 30 Projekten von 45 Beteiligten weiter.

Eindrückliche Handwerkskunst

Nebst einer Liege, Messergriffen oder einem Highboard, entstanden auch ein Rundtisch mit Baumscheiben, ein Asthocker, ein wandelbares Sideboard, eine Wiegeschale, Salontische, Serviertabletts, Windlichter, Lampenschirme, Skateboards und sogar eine Gitarre. Auch die Rindenschnitze und sogar die Späne wurden verarbeitet.

  • Die Ausstellung «Von der Wurzel bis zum Blatt» ist noch bis am 1. Juli 2022 zugänglich. Bild: SlowWood
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  • Aus der Grüninger Waldkirsche sind auch Messergriffe entstanden. Bild: SlowWood/Messerschmiede Guldimann
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  • Auch Lampen sind aus der Grüninger Waldkirsche entstanden. Bild: SlowWood/Atelier Solea
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«Vielstimmige Liebeserklärung an die Grüninger Waldkirsche»

Hinter «Slowwood» stehen die Ökonomin Isabelle Messerli, der Schreiner und Ausbildner Christian Mettler und der Drechsler Thomas Meier. Es sei kein Trio, das den Ertrag dem Aufwand gegenüberstelle, schreiben sie auf ihrer Website, denn «sonst gäbe es diese vielstimmige Liebeserklärung an die Grüninger Waldkirsche nicht.» Slowwood zeige populär und ergreifend, was ein einzelner Baum für sie vermöge.

Die Werke können noch bis am 1. Juli 2022 in der Schweizer Baumuster-Centrale in Zürich besichtigt werden.

www.slowwood.ch
www.baumuster.ch
www.hochparterre.ch

Zürioberland24