Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Seegräben
01.04.2022
02.04.2022 00:01 Uhr

Bus 846: Versuchsbetrieb wird verlängert und erweitert

Eine Stunde früher unterwegs und im Herbst ein 15-Minuten-Takt. (Symbolbild) Bild: VZO
Der Versuchsbetrieb der Buslinie 846 zwischen Uster und Seegräben wird um zwei Jahre verlängert. Die beiden Versuchsjahre lieferten aufgrund der Corona-Pandemie keine aussagekräftigen Zahlen. Zudem wird der Bus künftig jeweils eine Stunde früher seinen Betrieb aufnehmen und während der Herbstsaison im 15-Minuten-Takt fahren.

Die Buslinie 846, welche zwischen Uster und Seegräben verkehrt, wurde zur Reduktion der Auswirkungen des Ausflugsverkehrs und der besseren Anbindung an den öffentlichen Verkehr an den Wochenenden eingeführt (Zürioberland24 berichtete).

Die Gemeindeversammlung hatte im Juni 2019 den Antrag des Gemeinderats unterstützt und einen Kredit über 85'000 Franken für zwei Jahre Versuchsbetrieb (2020/2021) als Anteil der Gemeinde gesprochen. Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich (ARE) in gleicher Höhe sowie die Jucker Farm AG mit einem kleineren Betrag, beteiligten sich ebenfalls an der Finanzierung der ersten zwei Betriebsjahre.

Corona beeinflusste die ersten beiden Betriebsjahre

Aufgrund des am 1. Mai 2020 herrschenden Lockdowns erfolgte die Jungfernfahrt der Buslinie 846 erst am 13. Juni 2020, rund eineinhalb Monate nach dem ursprünglich vorgesehenen Startdatum. Die Linie – wie der öffentliche Verkehr allgemein – verzeichnete in den Folgemonaten geringe Nutzungsfrequenzen.

Wie die Gemeinde mitteilt, zeichnete sich im Herbst eine Erholung ab, was sich auch in den zunehmenden Fahrgastzahlen auf der Linie 846 widergespiegelt habe.

Schlechtes Wetter im 2021

Im 2021 waren das Frühjahr und der Frühsommer wettermässig schlecht. Eine Verbesserung sei wiederum mit der Herbstsaison erfolgt, in welcher die Linie teilweise doppelt geführt werden musste.

Eine Stunde früher und 15-Minuten-Takt im Herbst

Aufgrund der Rahmenbedingungen in den vergangenen zwei Jahren seien die Nutzerzahlen nach den ersten zwei Jahren aus Sicht der Gemeinde noch zu wenig aussagekräftig, so die Gemeinde weiter. Daher wird der Versuchsbetrieb um weitere zwei Jahre verlängert, um zu erkennen, ob sich die Nutzung insbesondere jeweils in den ersten Betriebsmonaten mit steigender Bekanntheit der Linie erhöht oder nicht.

Statt wie bisher um 10.18 Uhr wird der Bus künftig bereits eine Stunde früher geführt, womit auch für die Gäste des Brunches auf dem Juckerhof ein ÖV-Angebot besteht. Die Kosten dieser Erweiterung werden vollumfänglich von der Jucker Farm AG getragen.

In der Herbstsaison wird die Linie neu fahrplanmässig im 15-Minuten-Takt geführt. Dies habe kaum finanzielle Auswirkungen, da in den vergangenen zwei Jahren in dieser Zeit meist ein Entlastungsbus eingesetzt werden musste.

Jucker Farm erhöht bisherigen Beitrag massgeblich

Das ARE habe sich wiederum bereit erklärt, den Betrieb im gleichen Rahmen wie in den vergangenen zwei Jahren mitzutragen. Zudem hat die Jucker Farm AG, neben der Kostenübernahme der Fahrplan-Erweiterung, ihren bisherigen Beitrag massgeblich erhöht. Damit reduziere sich der Kostenanteil der Gemeinde soweit, dass der ursprünglich durch die Gemeindeversammlung bewilligte Kredit, welcher in den ersten beiden Betriebsjahren nicht ausgeschöpft worden ist, noch für die zwei weiteren Jahre ausreichen sollte.

Gemeinde Seegräben/Zürioberland24