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23.09.2021
23.09.2021 20:01 Uhr

Unaufgeregte Covid-Situation an den Schulen

Dort, wo repetitive Tests in den Schulen durchgeführt werden, gibt es kaum Gegenwehr. Bild: Andreas Knobel
Eine Umfrage von Zürioberland24 bei den Schulen im Bezirk Hinwil zeigt ein stabiles Bild. Die Eltern tragen die Massnahmen mehrheitlich mit. Besondere Vorkehrungen nach den Herbstferien sind derzeit nicht geplant.

Wie sieht die Lage an den Schulen im Bezirk Hinwil hinsichtlich Covid-19 aus? Wie klappt die Kommunikation mit den Eltern, was sind ihre grössten Sorgen? Welche Massnahmen sind im Hinblick auf die Herbstferien geplant? Diese und weitere Fragen stellten wir den Schulgemeinden im Bezirk Hinwil.

In Bäretswil sind nur in einzelnen Klassen positive Fälle aufgetreten, meldet die Schulverwaltung auf Anfrage. Mit Stand Mitte September hatte sich nur eine Kindergartenklasse in Quarantäne befunden. In der Oberstufe war seit den Sommerferien kein positiver Fall bekannt – weder bei den Schüler*innen noch beim Lehrpersonal.

Die Eltern hätten auf die Mitteilung, dass kein repetetives Testing durchgeführt wird, positiv reagiert. Es seien keine Eltern auf die Schule zugekommen, die ein repetitives Testing wünschen. Die Fragen und Sorgen der Eltern würden ein breites Spektrum abdecken, so Raphael Brun, Leiter Schulverwaltung von Bäretswil. Während einige Eltern finden, dass es zurzeit in der Schule zu viele Einschränkungen für die Kinder gebe, monierten andere Eltern, dass ihre Kinder zu wenig durch Massnahmen in der Schule geschützt würden und sie sich strengere  Massnahmen wünschten. Als wichtiges Anliegen der Eltern nimmt er den Wunsch wahr, dass der Unterricht in der Schule aufrechterhalten werden kann.

Im letzten Schuljahr habe es vehemente Reaktionen einzelner Eltern gegeben, als die Maskenpflicht an der Oberstufe eingeführt wurde.

Im Hinblick auf die kommenden Herbstferien sind keine besonderen Massnahmen geplant. Falls nötig werde das Schulkonzept der Schule angepasst. Auf die Frage, ob eine Umfrage bei den Eltern, wie sie neulich die Schule Hinwil durchgeführt hatte, wie sie zu repetitivem TEsten stehen, sei durchaus denkbar, aktuell aber nicht geplant, so Brun.

In Wald ZH wurden mit Stand Mitte September 10 Schülerinnen und Schüler sowie 3 Lehrpersonen positiv getestet, weshalb eine angeordnete Ausbruchstestung stattfand. An der Primarschule waren zu dem Zeitpunkt 5 Schüler*innen und 1 Lehrperson positiv, verteilt auf 4 Schuleinheiten. Bisher musste keine Klasse in Quarantäne, teilte Rita Hüppi von der Abteilungsleitung Schule, auf Anfrage mit. Die Zusammenarbeit mit den Eltern sei gut und die Massnahmen würden grossmehrheitlich mitgetragen.

An der Sekundarschule wurden ab dem 20. September repetitive Tests vorübergehend vorgenommen. An der Primarschule seien repetitive Tests nach den Herbstferien in Prüfung, so Hüppi weiter. Das Tragen der Masken werde durch die Schule dringend empfohlen. Eine Umfrage bei den Eltern, wie es die Schule Hinwil neulich durchführte, ist für die Schule Wald derzeit kein Thema.

In Wetzikon sind seit dem Schulstart nach den Sommerferien 75 positiv getestete Personen bekannt, 9 Klassen mussten in Quarantäne, 6 davon in einer erleichterten Quaratäne, d.h. der Schulunterricht durfte besucht werden, da die Klasse an der repetitiven Testung teilnimmt, teilte Claudia Bosshardt, Geschäftsbereichsleitung Bildung + Jugend der Stadt Wetzikon, auf Anfrage mit.

Die Kommunikation und der Austausch mit den Eltern klappe sehr gut. Man lege grossen Wert darauf, die Eltern immer rasch über die Situation zu informieren. Die Eltern hätten vor allem organisatorische Fragen wie zur «erleichterten Quarantäne» oder zum Ablauf bei Einzeltestungen.

Im Hinblick auf die kommenden Herbstferien plant die Schule Wetzikon, das Pooltesting auch nach den Herbstferien wie gehabt weiter zu führen.

Die Schule Grüningen nimmt bereits seit den Frühlingsferien bei der repetitiven Testung teil. 65% der Schülerinnen und Schüler hätten an der Testung mitgemacht, so die Schule. Es zeige sich, dass die Beteiligung mit jeder Stufe steigt. Während im Kindergarten nur 45% an der wöchentlichen Testung mitmachten, waren es auf Primarstufe bereits 68% und in der Oberstufe sogar 83%.

Nach den Sommerferien sind gemäss Karin Jeber der Schule Grüningen 3 positive Pools erkannt worden. Durch die Einzeltestungen seien in einer Primarklasse 2 positive SchülerInnen und in einer Sekundarklasse 3 positive SchülerInnen erkannt worden.

Unterdessen sei die Anzahl Teilnehmer an der repetitiven Testung leicht gestiegen. Auf der Kindergartenstufe testen 48% der SchülerInnen mit, auf der Primarstufe 68% und auf der Sekundarstufe 89%. Die Eltern hätten jederzeit die Möglichkeit, die Einverständniserklärung für ihr Kind anzupassen, so Karin Jeber.

Das Feedback der Eltern sei mehrheitlich positiv, wobei es natürlich auch ein paar kritische Stimmen gebe. Die Schule Grüningen versuche, die Eltern soweit wie möglich gut über die Situation und die Massnahmen zu informieren, was ihnen laut Elternrückmeldungen offenbar gut gelinge.

Im Hinblick auf die Herbstferien werden voraussichtlich keine weiteren Massnahmen ergriffen. Solange sich die Lage nicht deutlich entspanne, werden die repetitiven Tests bis auf Weiteres weitergeführt.

In Gossau ZH führte man anfangs September die Maskenpflicht ab der 4. Klasse wieder ein, nachdem diverse Schüler*innen positiv getetest wurden und sechs Schulklassen verteilt auf die ganze Gemeinde in Quarantäne mussten (Zürioberland24 berichtete).

Per 27. September, also noch vor den Herbstferien, hebt die Schule Gossau die Maskenpflicht nun wieder auf. Dies, da die Covid-19-Fälle seit anfang September zurückgegangen seien. Das freiwillige Tragen der Maske empfiehlt die Schule aber dennoch. Auch das repetitive Testen wird eingeführt. Anfang September haben die Eltern diesbezüglich Informationen und Formulare für die Einverständniserklärung erhalten. Wann die Tests eingeführt werden, ist noch nicht bekannt.

Von den weiteren Gemeinden im Bezirk Hinwil hat Zürioberland24 bis dato keine Stellungnahme erhalten.

Barbara Tudor