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Fischenthal
16.07.2021

Besucherfrequenz Strahlegg: runder Tisch mit grossem Interesse

In Fischenthal will man gemeinsam sinnvolle Lösungen finden. Bild: SAFE RC/C. Abplanalp
Die Gemeinde Fischenthal und Zürioberland Tourismus luden am 13. Juli zu einem runden Tisch «Mobilität auf der Strahlegg» ein. Dreissig Anwohnende, Gewerbetreibende und Interessensvertreter*innen beteiligten sich an der Diskussion rund um die erhöhte Verkehrs- und Besucherfrequenz im Weiler der Gemeinde Fischenthal.

Die Strahlegg liegt auf 1'000 m ü. M. direkt am Schnebelhorn. Tagesgäste besuchen die attraktive Hochebene seit jeher. Während der beiden coronabedingten Lockdowns verzeichnete sie wie viele Naherholungsgebiete einen markanten Gästeanstieg. Damit verbundene Nutzungskonflikte veranlassten die Gemeinde Fischenthal dazu, das Thema gemeinsam mit den AnwohnerInnen und weiteren Interessensgruppen aufzugreifen.

Lösungen für Anwohner und Gäste auf der Strahlegg

Zugeparkte Strassen, kritische Kreuzungsmanöver und massive Verkehrszunahme zeichneten die Strahlegg an schönen Tagen während der Lockdowns. Dass die etwas über dreissig EinwohnerInnen der Vorder- und Hinterstrahlegg, welche während des restlichen Jahres die Abgeschiedenheit geniessen, nicht auf die plötzlichen Massen vorbereitet waren, versteht sich fast von selbst. «Mit Sofortmassnahmen wie beispielsweise einem zeitweiligen Fahrverbot konnte die Gemeinde in akuten Phasen reagieren. Nun streben wir dosierte, situativ wirksame, langfristige Lösungen an, die ein rücksichtsvolles Neben- und Miteinander stützen. Diese gilt es nun in einem nächsten Schritt anhand der gesammelten Inputs genau zu prüfen und anschliessend zu definieren», meint Barbara Dillier, Gemeindepräsidentin von Fischenthal.

30 Personen am runden Tisch

Dreissig Personen beteiligten sich am Dienstagabend, 13. Juli 2021 am Workshop im ehemaligen Schulhaus Strahlegg. Schnell bestand Einigkeit bezüglich des Wunschbildes: Auf der Strahlegg sollen eine geordnete und rücksichtsvolle Mobilität sowie ein respektvolles Miteinander gelebt werden. «Der Tourismus soll zu einem lebenswerten und attraktiven Standort Zürcher Oberland beitragen. Aus diesem Grund ist uns ein wohlwollendes Miteinander von Wohnqualität und touristischem Angebot wichtig», meint Mirjam Wüthrich, Leiterin Zürioberland Tourismus, welche den Workshop moderierte. Der Fokus weg von konkreten Ärgernissen hin zum gewünschten Zielzustand öffnete den Raum für eine konstruktive und lösungsorientierte Diskussion. Gemäss Mitteilung der Gemeinde Fischenthal liegt nun ein ganzheitliches Bild der Herausforderungen und Wünsche vor, welche sie in einem nächsten Schritt auswertet und priorisiert. Als Schnittstelle zu den Gästen werde die Zusammenarbeit mit Zürioberland Tourismus einen wichtigen Beitrag leisten.

Alle müssen einen Beitrag leisten

«Gerade in Bezug auf den respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen und der Natur können wir alle einen Beitrag leisten, indem wir Vorbild sind für unsere Kinder, uns selber an der Nase nehmen oder das Gespräch mit unseren Mitmenschen suchen», fasst Simon Schoch, TCS-Vorstandsmitglied, zusammen.

zo24