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Hinwil
25.10.2022
25.10.2022 17:26 Uhr

Anerkennung für den Umbau des Vollzugszentrums Bachtel

Das Vollzugszentrum Bachtel in Hinwil wird u.a. für die harmonische Einpassung in das Gelände und in die Landschaft gelobt. Bild: Architekturpreis Kanton Zürich
Die Stiftung für die Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich prämierte 2022 zum siebten Mal beispielhafte Bauten im Kanton. Das Vollzugszentrum Bachtel erhielt eine Anerkennung für den Umbau und die Erweiterung der Gebäude.

Die Stiftung Architekturpreis Kanton Zürich zeichnet alle drei Jahre beispielhafte Bauten sowie besondere Leistungen im Städtebau im Kanton Zürich aus und fördert dadurch das öffentliche Bewusstsein und den offenen Diskurs. Erstmals wurde 2001 eine solche Ausschreibung durchgeführt, mit dem Ziel, Architekturschaffende, Bauherrschaften und Unternehmen anzuregen, sich für die Entwicklung und Realisierung hochwertiger Baukultur einzusetzen.

Die eingereichten Projekte werden jeweils von einer unabhängigen Jury aus den Bereichen Architektur, Stadtentwicklung, Kultur und Öffentlichkeit beurteilt.

Auszeichnung fürs Vollzugszentrum Bachtel

2022 wählte die Jury aus 124 Eingaben die Projekte aus, die als Vorbild dienen sollen. Bauten, die aufzeigen, wie unser Lebensraum nachhaltig gestaltet und damit den Bestrebungen nach klimagerechtem Bauen entsprochen werden kann. Auch das Vollzugszentrum Bachel in Hinwil erhielt eine Anerkennung.

Stattliches massives Haus

«Von Weitem wirkt die Anlage wie ein grosser Landwirtschaftsbetrieb: ein stattliches, massives Haus, einige flache Holzbauten, alles harmonisch in das Gelände und die Landschaft eingepasst. Es handelt sich allerdings um die Vollzugsanstalt Bachtel, seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Ort der «Korrektion», heute eine Institution des offenen Strafvollzugs. Die Neubauten der jüngsten Erweiterungsetappe zeichnen sich durch die markante rote Farbgebung des Holzkleides aus, gleichzeitig bleiben sie im architektonischen Ausdruck diskret und zurückhaltend», schreibt die Stiftung in ihrer Begründung.

«Kleinmassstäblichkeit des Orts erhalten»

Durch die Aufteilung des umfangreichen Raumprogramms mit Wohntrakt, Werkstätten, Wäscherei und Verwaltung in fünf Gebäude hätten die Architekturschaffenden die Kleinmassstäblichkeit des Orts erhalten, so die Stiftung weiter. Wichtig für den Gesamteindruck seien auch die bestehenden Gebäude, die nun zusammen mit den Neubauten ein neues Ganzes bilden würden. «Kleine Verfremdungen wie die formale Umwandlung der sonst üblichen Gefängnisgitter in Spaliere tragen zu der ruhigen und gelassenen Atmosphäre vor Ort bei – keine Selbstverständlichkeit bei Bauten für den Strafvollzug.»

Architektur: ARGE Clea Gross Architekten, Ghisleni Partner AG und Gret Loewensberg Architekten GmbH
Bauherrschaft: Kanton Zürich, Hochbauamt

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Wohnsiedlung Kuppe in Horgen, das Zollhaus in Zürich und das Zentrum Brütten, das Wohnhaus «Haus am Hang» in Zollikon, das Produktions- und Lagergebäude «Sativa» in Rheinau und die Wohnsiedlungen Hornbach und Rosengarten in Zürich.

Eine Ausstellung zeigt alle eingereichten und prämierten Projekte noch bis zum 9. November 2022 im Architekturforum Zürich. 

www.architekturpreis.ch

Zürioberland24