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Bubikon
13.10.2022
14.10.2022 01:16 Uhr

Bubikon will Fernwärme nutzen

Mit dem geplanten Neubau möchte die KEZO mehr Fernwärme in die Region liefern. Bild: zVg KEZO
Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung gleich mit mehreren Energievorlagen beschäftigt. Einerseits mit der Klimastrategie und der überarbeiteten kommunalen Energieplanung und andererseits mit dem Projekt «Fernwärme Zürcher Oberland».

«Die im Rahmen einer Praxisarbeit der ZHAW erarbeitete Klimastrategie gibt erstmals eine Übersicht über alle auf dem Gemeindegebiet anfallenden Treibhausgas-Emissionen sowie über die zur Zielerreichung von Netto-Null-Emissionen notwendigen Absenkpfade. Das Ergebnis ist klar: Die Zielsetzung kann von Bubikon allein nicht erreicht werden. Nur wenn zusätzliche Massnahmen auf Stufe Bund und Kanton greifen, ist das Ziel erreichbar», schreibt der Bubiker Gemeinderat in einer Medienmitteilung. 

Noch immer viele Öl- und Gas-Heizungen

Die überarbeitete Energieplanung habe gezeigt, dass in Bubikon-Wolfhausen noch mehr als die Hälfte der Heizungen mit Öl oder Gas betrieben werden.

Im Energieplan wird räumlich und behördenverbindlich festgelegt, wie die künftige Wärmeversorgung in Bubikon sichergestellt werden soll. Im Siedlungsgebiet von Bubikon soll prioritär ein Wärmenetz geprüft werden, dass beispielweise mit der Fernwärme aus der KEZO Hinwil gespeist werden könnte. In Wolfhausen wäre ein Gasnetz mit erneuerbaren Gasen eine erste Möglichkeit, aber auch die Prüfung, ob Wolfhausen an einen Wärmeverbund angeschlossen werden könnte. Ausserhalb des Siedlungsgebietes stehen Erdwärme und Holz im Vordergrund.

Weiter in Richtung Fernwärme für Bubikon

Seit knapp einem Jahr ist Bubikon in die Arbeiten zum Projekt «Fernwärme Zürcher Oberland» involviert. Dabei soll die Abwärme der KEZO Hinwil in Zukunft besser genutzt werden.

Die Machbarkeitsstudie sei für den Ortsteil Bubikon positiv ausgefallen und ergebe konkurrenzfähige Wärmekosten, sofern in einer recht kurzen Frist die notwendige Zahl von Wärmekunden erreicht werden könne.

Der Gemeinderat hat daher entschieden, eine Absichtserklärung zu unterzeichnen und weitere Planungsarbeiten zu finanzieren. Dies unter der Bedingung, dass auch Wolfhausen mit Wärme beliefert werden kann.

In der nächsten Phase erfolgt nun die Projektierung der Transportleitung und die Entwicklung der Transportorganisation, welche die Wärme zu den beteiligten Gemeinden liefern. Parallel dazu führt die Gemeinde Gespräche mit Energieversorgern, die das Wärmenetz in Bubikon und Wolfhausen betreiben könnten und analysiert mögliche Alternativen zum Projekt «Fernwärme Zürcher Oberland».

Zürioberland24