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Bubikon
22.09.2022

Neuer alter Bauwagen für die Jugendlichen

Jugendliche aus Bubikon Wolfhausen renovieren einen alten Bauwagen. Bild: Jugendarbeit Bubikon Wolfhausen
Ein Bauwagen bekommt durch Jugendliche aus Bubikon und Wolfhausen einen neuen Look. Wie fast überall sind auch in der Gemeinde Bubikon eigene Räume eines der dringlichsten Bedürfnisse der Jugendlichen. Deshalb bietet die Offene Jugendarbeit von Bubikon den Jugendlichen einen Bauwagen an, den sie in ihrer Freizeit als Cliquenraum nutzen können. Umgebaut wird er von den Jugendlichen selbst.

Fünf Jugendliche stehen auf dem hellbraunen, rauen Teppich im Innenraum eines Bauwagens. Zwei von ihnen schlagen mit dem Hammer die weisse Trennwand ab, einer reisst, mit dicken Handschuhen ausgerüstet, die abgeschlagenen Teile aus der Innenwand heraus. Andere ziehen mit dem Akkuschrauber Schrauben aus den weissen Seitenwänden heraus.

Anhänger wird zum Cliquenraum

Manch einer spazierenden Person wird er aufgefallen sein: der grosse, rechteckige Anhänger, der von Anfang April bis zu den Sommerferien vor dem Jugendhaus in Wolfhausen stand. Dieser Bauwagen wird von verschiedenen Jugendgruppen in ihrer Freizeit als Cliquenraum genutzt. Da er in die Jahre gekommen ist, hat die Offene Jugendarbeit Bubikon Wolfhausen ein Renovationsprojekt mit Jugendlichen gestartet.

Jugendräume sind rar

Sich in der Freizeit ausserhalb des eigenen Zuhauses ungestört mit Gleichaltrigen zu treffen, ist eines der wichtigsten Bedürfnisse im Jugendalter. «Man tauscht sich aus, übt sich im Austragen von Konflikten und lernt die eigenen Grenzen kennen. Diese essentiellen Erfahrungen sind für das Heranwachsen wichtig», schreibt die Offene Jugendarbeit in ihrer Mitteilung. Da Treffräume rar seien, stelle sie den Jugendlichen den Bauwagen zur Verfügung. «Eng begleitet von Jugendarbeitenden, lernen Jugendliche Verantwortung für Sauberkeit und Erhalt des Raumes sowie für die Beziehung zu den Anwohnenden zu tragen», so Mojuga weiter.

Für die Jugendlichen da sein

Für Jugendliche da zu sein und sie in ihrer Freizeitgestaltung zu begleiten, sei eine der vielen bunten Facetten der Offenen Jugendarbeit, und wird von den beiden Jugendarbeitenden Jasmin Schweizer und Filipe (Fipo) Frangao übernommen. Das Umbau-Projekt hätten sie initiiert, da sich Jugendliche aktiv mit ihren Ideen einbringen und somit auch Selbstwirksamkeit erfahren können. Bei der Durchführung des Renovationsprojektes stehen sie den Jugendlichen eng zur Seite.

Selbst einrichten

Die Jugendlichen haben mittlerweile massive Holzplatten an den Aussenseiten montiert, der frisch verlegte Holzboden verströmt einen holzigen, heimeligen Duft. In einem letzten Schritt kleideten die Jugendlichen den Innenraum mit Isolationswolle aus und versiegelten diesen mit Holzplatten.

Im Oktober werde das Renovationsprojekt in die zweite Runde gehen zur Gestaltung des Innenraums. Ob es ein Sofa, farbige Lichter, Wandbemalungen, Spiegel oder einen grossen Tisch darin geben wird, das alles entscheiden die Jugendlichen selbst.

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Zürioberland24