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20.09.2022

So steigen die Strompreise im Bezirk Hinwil

Ab 2023 muss mehr Geld für Strom ausgegeben werden. (Symbolbild) Bild: AdobeStock
Die drohende Strommangellage bringt eine teils massive Erhöhung der Strompreise mit sich. Mit welchen Mehrkosten die Bewohner:innen im Bezirk Hinwil rechnen müssen, haben wir in einer Übersicht pro Gemeinde zusammengestellt.

Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland treiben die Strompreise in die Höhe. Hinzu kommen die tiefen Wasserstände in Flüssen und Speicherseen der Schweiz, welche die inländische Stromproduktion reduzieren. Das Defizit kann durch zusätzliche Importe nicht mehr gedeckt werden, zumal in Frankreich viele Reaktoren aufgrund langfristig angekündigten Wartungsarbeiten stillstehen. Das führt zu teils massiven Strompreiserhöhungen.

Appelle aus dem Bundeshaus

Im Bundeshaus sorgt man sich wegen dem drohenden Engpass, und der Bundesrat hat die Bevölkerung aufgefordert, bereits vor dem Einbruch des Winters sparsam mit Strom umzugehen: Heizung runterdrehen, Licht löschen, duschen statt baden und allfällige Stand-by-Geräte ausschalten seien wichtige Massnahmen. Um eine Preiserhöhung werden wir dennoch in den meisten Gebieten der Schweiz nicht herumkommen.

Bubikon und Wetzikon am stärksten betroffen

Gemäss Angaben der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) steigen die Elektrizitätstarife für Privatkunden im Kanton Zürich ab 1. Januar 2023 um durchschnittlich 27%. Die Unterschiede können lokal jedoch höher ausfallen, wie dies in den meisten Gemeinden im Bezirk Hinwil der Fall ist.

Während die Preise vielerorts zwischen 28% und 33% steigen, sind es in Bubikon +48.4% und in Wetzikon +44.8%. In Wald ZH hingegen bleiben die Stromkosten nahezu gleich wie bisher, die Preise werden dort nur um 5% steigen.

Gemeinde

Erhöhung

Bäretswil + 28.1%
Bubikon + 48.4%
Dürnten + 31.8%
Fischenthal + 28.1%
Gossau ZH + 31.7%
Grüningen + 32.8%
Hinwil + 28.1%
Rüti + 33.5%
Seegräben + 28.1%
Wald + 5.0%
Wetzikon + 44.8%

Quelle: ElCom, Stand 15.09.2022

Der Grund, warum die Strompreise in den einzelnen Gemeinden zum Teil stark variieren, ist gemäss Auskunft der Energie Gossau AG vor allem auf grosse Unterschiede in der Energie-Beschaffungsstrategie der einzelnen Werke zurückzuführen. Auch spiele der Anteil an Eigenproduktion eine Rolle.

Stromspar-Tipps für Privathaushalte

  • Aufs Vorheizen des Backofens verzichten, bei längeren Backzeiten den Backofen schon vor Garende ausschalten, im Umluft-Modus backen.
  • Geschirrspüler: Fassungsvermögen voll ausnützen, Sparprogramme verwenden, kleine Geschirrmengen von Hand abwaschen.
  • Kochen: Isolierpfannen mit geschlossenem Deckel verwenden, Wärme der Kochplatte frühzeitig reduzieren, Restwärme nutzen.
  • Kühlschrank: Temperatur auf 5–7°C einstellen, Tiefkühler auf –18°C. Warme Speisen erst abkühlen lassen, bevor man sie in den Kühlschrank stellt.
  • Licht nicht unnötig brennen lassen, auf energieeffiziente LED-Lampen umrüsten.
  • Geräte wie TV, Computer und Kaffeemaschine immer ganz ausschalten (Geräte brauchen auch im Stand-by-Modus Strom).
  • Waschen: Kochwäsche mit 60° statt mit 95° waschen, Fassungsvermögen der Maschine voll ausnutzen. Wäsche im Freien trocknen statt mit dem Tumbler.
  • Duschen statt baden (verbraucht 5-mal weniger heisses Wasser)
  • Weniger heizen: Im Wohnzimmer machen 20 bis 22 Grad Sinn, im Schlafzimmer sind 17 Grad optimal 

Quelle: EKZ

Isabella Schütz