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Wetzikon
20.09.2022
20.09.2022 14:19 Uhr

Energiegewinnung aus der ARA

Wärmeverbund ARA Bild: Stadt Wetzikon
Beim ARA-Wärmeprojekt wird die Energie aus dem gereinigten Wasser der Abwasser-Reinigungsanlage gewonnen. Mit der Nutzung dieser Energie kann ein grosser Teil von Robenhausen mit lokal vorhandener Energie versorgt werden. Im gesamten Versorgungsgebiet werden rund 85 potenzielle Energiebezügerinnen und Energiebezüger definiert. Antrag und Weisung für den Baukredit von 16,3 Mio. Franken gehen zur Beschlussfassung ans Parlament.

Im gesamten Versorgungsgebiet werden rund 85 potenzielle Energiebezügerinnen und Energiebezüger definiert, wie die Stadt in ihrer Mitteilung schreibt. Antrag und Weisung für den Baukredit von rund 16 Mio. Franken gehen zur Beschlussfassung ans Parlament.

Wichtiges Element der gesamten Fernwärme-Strategie

Seit der Annahme im November 2020 des Gegenvorschlags zur KEZO Fernwärme-Initiative, in der auch die ARA-Fernwärme (Abwasserreinigungsanlage) aufgeführt ist, hat der Stadtrat einen Umsetzungsvorschlag für die Nutzung der ARA-Abwärme ausgearbeitet.

Das ARA Fernwärme-Projekt sei ein wichtiges Element der gesamten Fernwärme-Strategie der Stadt Wetzikon, welches auch unabhängig von der KEZO Fernwärme-Initiative vorbereitet worden wäre, so die Stadtrat. Mit der Annahme der Initiative wurde die ARA-Fernwärme mit dem voraussichtlich im November 2023 zur Abstimmung gelangenden Umsetzungsvorschlag der KEZO harmonisiert.

Mit der Realisierung des Wärmeverbunds ARA werde die Nutzung lokal vorhandener Energie gesteigert, die Versorgungssicherheit erhöht und ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der energiepolitischen Ziele geleistet, so die Mitteilung weiter. Die Energie wird aus dem gereinigten Wasser der Abwasserreinigungsanlage gewonnen. Für die Ausführung hat der Stadtrat einen Baukredit von rund 16 Mio. Franken bewilligt.

Konkurrenzfähige und erneuerbare Wärmeversorgung

«Mit der ARA-Wärme kann ein Grossteil des Gebiets Robenhausens versorgt werden», sagt Heinrich Vettiger, Stadtrat Tiefbau, Umwelt + Energie. Der schnell realisierbare Wärmeverbund ARA ist eine gute Möglichkeit für eine konkurrenzfähige, erneuerbare Wärmeversorgung.

Eine 2019 durchgeführte Kundenbefragung zeige das grosse Interesse im definierten Einzugsgebiet des ARA-Wärmeverbunds ARA. Dieser besteht im Wesentlichen aus der bei der Abwasserreinigungsanlage errichteten Energiezentrale, den Wärmeleitungen und der Übergabestationen bei der Kundschaft.

Als Potenzial im gesamten Versorgungsgebiet werden rund 85 Energiebezügerinnen und Energiebezüger definiert, welche technisch und wirtschaftlich sinnvoll erschlossen werden können.

«Mit der ARA-Wärme kann ein Grossteil des Gebiets Robenhausens versorgt werden.»
Heinrich Vettiger, Stadtrat Tiefbau, Umwelt + Energie

Aus gereinigtem Abwasser Energie gewinnen

Um die Energie aus dem gereinigten Wasser der Anlage gewinnen zu können, soll eine Heizzentrale auf dem ARA-Gelände an das neu zu erstellende Filtrationsgebäude der ARA angebaut werden. Damit können Synergien bei der Sanierung und Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage genutzt werden, die Leitungswege des gereinigten Abwassers seien kurz und das Bauland würde optimal ausgenutzt, informiert die Stadt Wetzikon weiter.

Die Heizzentrale erzeuge aus dem gereinigten Abwasser der ARA mit zwei Wärmepumpen und zwei Gaskesseln die Wärme für den Wärmeverbund. 

Antrag und Weisung für den Baukredit zur Ausführung des Wärmeverbunds ARA gehen zur Beschlussfassung ans Parlament. Das letzte Wort zum Kredit hat die Wetziker Stimmbevölkerung an der Urne.

Zürioberland24