Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Kanton
06.07.2022

Regierungsrat will jährlich 80 Millionen für Kitas ausgeben

Für Kinderbetreuung sollen Kanton und Gemeinden in Zürich mehr Geld ausgeben. Der Regierungsrat hat entsprechende Vorschläge in die Vernehmlassung gegeben. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der Kanton Zürich und die Gemeinden sollen sich stärker an den Kosten von Kindertagesstätten beteiligen. Der Regierungsrat verspricht sich davon ein grösseres Angebot und eine finanzielle Entlastung der Eltern. Er schickt verschiedene Vorschläge in die Vernehmlassung.

Die stärkere Unterstützung von Kinderbetreuungsangeboten wirke sich finanziell unterschiedlich auf die einzelnen Gemeinden aus, sagte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) bei der Präsentation der Vorschläge am Dienstag. «Gemeinden, die bereits heute sehr viel tun in dem Bereich, werden durch die neuen Kantonsbeiträge etwas entlastet, Gemeinden, die bisher wenig gemacht haben, werden Mehrausgaben haben», sagte sie.

Der Kanton selber rechnet mit zusätzlichen Ausgaben in der Höhe von rund 78 Millionen Franken pro Jahr. Die Ausgaben der Städte und Gemeinden sollen von heute rund 95 Millionen Franken auf schätzungsweise 158 Millionen Franken jährlich steigen.

Gemeinden werden in die Pflicht genommen

Konkret sollen sich die Gemeinden zu 35 Prozent an den Kosten für die Betreuung in Kitas beteiligen. Ein Drittel davon wiederum erhalten sie vom Kanton als Unterstützung. Zudem will der Kanton den Gemeinden vorschreiben, dass die Beiträge nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern abgestuft werden müssen.

Mehr Geld für frühkindliche Förderung

Mehr finanzielle Unterstützung soll es künftig auch für andere Angebote der frühkindlichen Förderung geben, etwa für Programme zur sprachlichen Förderung oder zur sozialen Integration.

Mit den Vorschlägen erfüllt der Regierungsrat die Forderungen verschiedener Vorstösse im Kantonsrat zu dem Thema. Die dafür notwendigen Änderungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes gehen nun in die Vernehmlassung, die bis November dauert. Danach wird der Regierungsrat eine Vorlage zuhanden des Kantonsrats ausarbeiten.

Keystone-SDA/Zürioberland24