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Bäretswil
04.07.2022

Bäretswiler Hof ist Vorzeigebeispiel für ökologischere Produktion

Markus und Rebekka Fischer haben den Betrieb vor zwölf Jahren von Vater Gerhard übernommen. Bild: Bauernzeitung/Familie Fischer
Geht ein Betrieb in neue Hände über, ist das eine gute Gelegenheit, um den Betrieb ökologischer auszurichten, findet Pro Natura. Eine Bäretswiler Hoffamilie macht's vor.

Hofübergaben sind meistens mit mehr als «nur» einem Wechsel in der Betriebsleitung verbunden. Geht der Betrieb in andere Hände, kommen neue Ideen und Ansprüche mit. Aus Sicht von Pro Natura ist diese Situation ideal, um den Betrieb ökologischer auszurichten. Und sie wird in Zukunft auf vielen Höfen real – denn die Hälfte der heutigen Betriebsleitenden wird in den nächsten 15 Jahren pensioniert. Eine Bäretswiler Bauernfamilie hat die Gelegenheit bei der Hofübernahme genutzt.

Umstellung auf Vollweide und Verzicht auf Kraftfutter

Markus und Rebekka Fischer führen in Bäretswil einen silofreien Biobetrieb. Bei der Hofübernahme von seinem Vater Gerhard habe der Landwirt das Augenmerk auf die Milchprodutkion gerichtet und sie mit der Umstellung auf Vollweide und dem Verzicht auf Kraftfutter extensiviert, schreibt die Bauernzeitung in ihrem Bericht. Damit sind die Fischers für Pro Natura ein Vorzeigebeispiel dafür, wie ihre Vorschläge in der Praxis umgesetzt werden können.

Landwirt Markus Fischer produziere zwar nicht so viel, dafür günstigere Milch. Bild: Familie Fischer

Fischers sind ein gutes Beispiel

Markus Fischer hat vor zwölf Jahren mit 35 den Betrieb in Bäretswil von seinem Vater Gerhard übernommen, wie die Bauernzeitung weiter schreibt. Dieser ist Präsident von Pro Natura Zürich und hatte schon immer Freude an der Biodiversität, weshalb der Hof bereits entsprechend ausgerichtet war.

Markus Fischer konzentrierte sich bei der Übernahme auf die Tierhaltung. Er habe keinen Betrieb nur für die Biodiversität gewollt, sondern wolle Milch mit möglichst wenig Input produzieren, stellt der Landwirt gegenüber der Bauernzeitung klar. Entsprechend habe er auf Vollweide ohne Kraftfutter, Kiwi-Cross-Kühe und saisonale Abkalbung umgestellt.

Nicht so viel, dafür günstiger

Seine Kühe hätten kleinere Euter und erreichten im Durchschnitt 5'000 Liter pro Jahr, so Fischer. Dafür produziere er günstiger als früher. Seine Frau Rebekka, Primarlehrerin und Bäuerin FH, gibt Schule auf dem Bauernhof und führt eine Spielgruppe. Auch Vater Gerhard ist noch im Einsatz und pflegt z. B. die Hochstammbäume. Sie würden gut von ihrem Betrieb leben können, und er müsse nicht noch auswärts arbeiten, so Markus Fischer.

Für Pro Natura ist der Hof Fischer ein Beispiel dafür, wie die Vorschläge der Studie «Der Generationenwechsel in der Landwirtschaft als ökologische Chance» in der Praxis umgesetzt werden können.

Quelle: bauernzeitung.ch

Zürioberland24