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Gossau ZH
26.04.2022
26.04.2022 15:33 Uhr

NSW: «Unser Ziel ist es, den Produktionsstandort Schweiz zu fördern.»

Stephan Wernli und Nico Staub aus Gossau ZH haben die Luxusmarke NSW lanciert. Bild: zvg
Nico Staub und Stephan Wernli haben am 1. April 2022 die Luxus-Modemarke NSW lanciert, bei der sie auf Nachhaltigkeit und 100% Schweizer Produktion setzen. Im Interview erzählt der Mitbegründer Stephan Wernli mehr über ihr Angebot und ihre Pläne.

Zürioberland24: Herzlichen Glückwunsch zum Launch von NSW! Da steckt bestimmt viel Arbeit dahinter. Wie lange war die Vorbereitungszeit?

Stephan Wernli: Vielen Dank! Die Vorbereitungen dauerten ungefähr ein Jahr.

War es schwierig, passende Partner zu finden für die Produktion? Konntet ihr dabei auf ein bestehendes Netzwerk aufbauen oder seid ihr bei 0 gestartet?

Unsere Produzenten im Kanton Thurgau haben hierfür ein grosses Netzwerk. Das half uns sehr, um uns festzulegen, welche Materialien wir für NSW wollten und welche Partner.

Was war die grösste Herausforderung bis zum Launch?

Die Produktion an sich war sehr anspruchsvoll, da wir ein Zeit-Limit hatten und es leider überschritten haben. Dennoch wird das Resultat wie gewünscht sein. Wir sind sehr zufrieden mit dem kompletten Ablauf.

Habt ihr schon erste Vorbestellungen bekommen?

Ja haben wir, die Nachfrage ist absolut da. Es ist schön zu sehen, dass handgefertigte Artikel aus der Schweiz von den Kundinnen und Kunden geschätzt werden.

Arbeitet ihr beide vollberuflich bei NSW oder macht ihr das nebenbei?

Nico Staub arbeitet Vollzeit für NSW. Er ist die Ansprechperson für Kundenfragen, Termine, Besuche im Showroom und bereitet Lieferungen vor. Ich selbst arbeite noch Vollzeit als Detailhandelsangestellter.

Habt ihr das finanziell alles selbst gestemmt oder stehen Investoren dahinter?

NSW hat einen stillen Investor wie auch eine regionale Bank, die zur Seite stehen. Nico und ich besitzen je 40 % Aktienanteile, während der Investor 20 % besitzt.

Wie viele Personen sind aktuell bei NSW beschäftigt?

Wir sind derzeit acht Leute.

«Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit, Swissness und exzellente Handwerkskunst legen, kaufen unsere Produkte.»
Stephan Wernli, Mitbegründer NSW AG

Woher stammen die Bio-Baumwolle und die Bio-Wolle?

Die Bio-Baumwolle stammt aus Indien. Wir beziehen die Bio-Baumwolle bei Remei aus Rotkreuz, welche unter höchsten sozialen und ökologischen Standards einkauft und produziert. Die Bio-Merinowolle stammt hauptsächlich aus Südamerika, ein kleiner Teil kommt aus Australien. Wir beziehen die Bio-Merinowolle bei der Südwolle Group Italia. Verarbeitet wird die Bio-Baumwolle in Europa.

Wie sieht es da mit Klimaneutralität aus?

Remei und Traxler haben den Bau von Biogasanlagen in Indien unterstützt. Dadurch wird der CO2-Ausstoss, der durch die Transporte entsteht, mindestens teilweise kompensiert.

Aktuell ist das Angebot im Shop ja noch recht klein. Werdet ihr das ausbauen?

Das Sortiment wird noch um mehrere Farben erweitert, ausserdem gibt es noch Kombo-Artikel. In Zukunft planen wir, dass man sich von Kopf bis Fuss mit NSW kleiden kann, natürlich vollständig "made in Switzerland".

Möchtet ihr eure Produkte auch über Partner wie z. B. Globus verkaufen? Seid ihr mit ihnen schon im Gespräch?

Ja, wir haben da an mehrere Partner gedacht wie Galaxus und Globus. Konkrete Angebote haben wir noch nicht gemacht, folgen aber bald.

Vertreibt ihr nur schweizweit oder auch ins Ausland?

Erstmal nur in der Schweiz.

Plant ihr, auch Kinderkleidung anzubieten?

Das ist derzeit nicht geplant. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Sollen auch Accessoires wie Taschen dazukommen?

Ja, da sind wir in Planung.

Ihr positioniert euch als Highend-Luxusmarke, die Preise sind entsprechend hoch. Wer soll eure Produkte kaufen?

Personen, die Wert auf Nachhaltigkeit, Swissness und exzellente Handwerkskunst legen. NSW nutzt nur die hochwertigsten Materialien, um Klimaneutralität und Luxus zu vereinen.

Was sind eure Ziele für die nahe Zukunft? Wo seht ihr euch in zwei, drei Jahren?

Unser Ziel ist es, uns in der Schweiz zu etablieren und danach nach Deutschland zu expandieren.

Barbara Tudor